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Achtsamkeit in Stade - Dr. Mechthild Hammacher - Stade

Vermeidung

Wie der Verstand das Leben zu vermeiden sucht

 Strenge Sätze von Mechthild Hammacher

 

Die Abrechnung mit den Eltern, das Festkleben an der eigenen Biographie mit all ihren Ereignissen ist der Versuch, die erschreckende Entdeckung aufzuschieben, dass man sein Leben zutiefst allein bestehen muss und wird.

Sich dem Fluss des Lebens stellen, ohne Erwartungen und in Dankbarkeit, diese Erfahrung machen zu dürfen, das ist der Sinn dieser Schöpfung Gottes, die wir „das Leben“ nennen.

Selbsthass und Selbstverachtung sind nichts als Gedanken, in die sich das Ego-Bewusstsein verliebt hat und zugleich ein Schlag in das Gesicht der Schöpfung, deren einmaliges Resultat Du bist. Dieser Gedanke will Dich beherrschen und verspricht Dir absolute Sicherheit ( es ist wie bei der Mafia: Du zahlst als Schutzgeld Deine Lebendigkeit und kriegst die Sicherheit eines Gefängnisses für Deine äußere Existenz ):

die Frage „wer bin ich ?“ scheint beantwortet und Du musst Dich nicht mehr dem immerwährenden und ungewissen Fluss anvertrauen, der das Leben ist.

Und warum das Ganze ? Wenn es doch so wenig Freude bringt ?

Weil wir Angst haben, uns dem Fluss des Lebens zu überlassen und der Verstand, das Ego die Hoffnung nicht fahren lassen will, durch eigene Macht und eigenes Tun das Glück für sich zu gewinnen. Das Glück wäre die perfekte Kontrolle des perfekten Menschen über alles, was geschieht. Von diesem Wahn lebt unsere westliche Zivilisation – und auch das Gesundheitssystem, weil es an dieser krankmachenden Einstellung viel Geld verdient aufbauend auf dem Grundsatz , mit ein wenig Flicken hier oder Symptombekämpfung dort schaffen wir den gesunden und perfekten Menschen.

Obwohl jeder weiß, es gibt ihn nicht, es ist nicht der Sinn des Lebens, eine perfekte Fassade abzugeben.

Wo ist das Licht ?

Ich habe heraus gefunden, „das Licht“ ( ich meine damit, das Strahlen des göttlichen Funken, den wir bei Kindern, in der Natur, bei besonderen Menschen wahrnehmen und der uns berührt ) ist nie zu spüren durch die perfekte Fassade: weder bei den Ängstlichen, noch bei den Stolzen, noch bei den Resignierten und auch nicht bei denen mit der immerwährenden guten Laune, nicht mal bei denen, die so selbstsicher daher kommen. Alle Fassaden, all diese Ego-Illusionen sind dicke Schleier, die das Licht nicht hindurch lassen.

Das Licht tritt in unserer westlichen Welt erst zutage, wenn die Fassade bricht, wenn wir uns auf unsere Verletzlichkeit und die „Bodenlosigkeit“ des Daseins einlassen, das tun wir meist nicht freiwillig.

Die Fassaden sind ein dicker Schleier, Verletzlichkeit ist ein dünner Schleier, er lässt das Licht ahnen und fördert die Liebe. Wenn sie sich nicht wieder zur Fassade verfestigt ! ( siehe die obigen strengen Gedanken )

Deshalb bin ich so gerne Psychotherapeutin, weil ich die Chance habe, das Licht in den Menschen mit ihnen zu entdecken. Dann treten mein Licht und das Licht der Menschen miteinander in Kontakt und sie nähren einander. Und die Fassaden treten zurück, werden wertlos.

Himmel und Erde werden verbunden.