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Achtsamkeit in Stade - Dr. Mechthild Hammacher - Stade

Wölfe füttern

Welchen Wolf füttern wir ?                                    Stade 2015

Ein indianischer Großvater sprach mit seinem Enkel über Gewalt und Grausamkeit in der Welt und die Gründe für ihre Entstehung. Er sagte, es sei, als würden zwei Wölfe in unserem Herzen miteinander kämpfen. Ein Wolf sei rachsüchtig und wütend,der andere verständnisvoll und freundlich. Als der Enkel den Großvater fragte, welcher Wolf den Kampf in unserem Herzen gewinnen würde, antwortete er, der, den wir füttern ! ( erzählt von Pema Chödrön )

Das gleiche gilt für den Kampf, den wir in unserem Innern mit uns oder gegen uns selbst führen: bin ich voller Angst oder Resignation, voller Enttäuschung und Zorn über mich und andere, dass meine Wünsche sich nicht erfüllen oder aber bin ich sanftmütig mit mir bei all den kleinen Schritten, vermeintlichen Rück- und Fehlschritten, die ich täglich mache und bleibe einfach mitfühlend bei mir und meinem Sosein und nähre meine Freude am Lebendigsein ?

Ich entscheide über Krieg und Frieden in mir und in der Welt, indem ich entscheide, welchen Wolf ich füttere. Aller Krieg und aller Frieden fängt immer in unseren inneren Welten an.

Nachtrag:

Dieses Wolfsgehege liegt vor einem Hintergrund oder auf einem Feld oder in einem Raum.

In diesem Raum, wir können ihn das Universum nennen oder die Schöpfung oder den reinen Geist, aus dem alles geworden ist und zu dem alles zurück kehrt..........

in diesem Raum sind wir nicht der eine Wolf oder der andere, nicht der gute und hoffnungsfrohe und nicht der ängstliche und zornige, sondern wir füttern sie.

Wer sind dann wir ?

Wir sind nicht der Zorn, die Angst, die Güte, das Verantwortungsbewusstsein, die Freude....wir sind uns dessen bewusst, wir haben all diese Empfindungen, wir sind Bewusstsein, wir sind das Erkennen ( wie Eckhart Tolle sagt ) vor dem Hintergrund des reinen Bewusstseins, welches um uns ist und ebenso in uns waltet.

Von hier aus betrachtet ist alles mit allem verbunden und wir sind darin aufgehoben.

Wie kommt man da hin ? Wir sind immer darin !

Wir haben nur den Bezug verloren. Doch es gibt Wege, dies, was immer da ist, zu erfahren, etwa durch die Meditation oder auch durch die Loslösung von allem, was uns gerade hält: stell dir vor, du bist ganz allein, fühlst dich niemandem verbunden, hast nur dich. Halte das aus, ohne Bewertung, ohne Angst – es ist nichts als ein Experiment - .............bis du erfährst, aus dieser tiefen Einsamkeit, diesem Allein- Stehen verbindet sich alles mit allem, du bist mittendrin und alles neigt sich dir irgendwie zu: Alles ist eins und du bist ein Teil des Ganzen.

Einen etwas anderen Weg zeigt die Quantenheilung auf. Hier ist die Idee, dass in dem Raum des reinen Bewusstseins, auch Hyperraum genannt, das Leben sich auf bestmögliche Weise entfalten kann im Sinn von Einheit . Mit all unseren Konzepten und Wünschen jedoch versuchen wir Menschen unser Schicksal in bestimmte Richtungen zu lenken, was uns viele Verhängnisse gebracht hat immer dann, wenn und weil wir die Gesetze des Lebens und der Schöpfung außer acht gelassen haben. Das macht die Erde und uns krank, sagt die Theorie, die der Quantenheilung zugrunde liegt. Das Neutralisieren der Bedürfnisse, Wünsche, der Konzepte des Verstandes, so die Idee. legt den Raum frei für das reine Bewusstsein, wie wir den blauen unendlichen Himmel erfahren, wenn die Wolken ( unserer Gedanken ) abziehen. In diesem Raum organisiert sich Leben auf bestmögliche Weise in der dynamischen Situation, wie sie jetzt gerade ist.

Wie soll das gehen ?

Leer werden für den Bewusstseinsraum ist eine mögliche aber schwierige Übung. Viel leichter ist es, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf zwei Punkte gleichzeitig richten, unsere beiden Knie z.B. oder unsere beiden Fingerkuppen vom Zeigefinger spüren oder uns die zwei Wölfe gleichzeitig vorstellen.....dann ist unser Verstandeshirn so überfordert, dass es locker lässt und hinter seinen Wolken der Anstrengung der blaue Himmel des Alls auftaucht.

Probieren Sie es aus: berühren Sie z.B. mit den beiden Zeigefingern ganz leicht den Tisch, sodass sie den Kontakt spüren und versuchen Sie, beide Kontaktstellen zu spüren. Sie werden merken, dass, wenn Sie es zulassen können, der Körper sich innerlich neu ausrichtet und Wege der Entlastung sucht. Das ist ein interessantes Wissen, das uralt ist und sich z.B. auch wieder findet im Hände falten zum Gebet: den Kontakt beider Hände gleichzeitig zu spüren zentriert und öffnet uns für eine andere Dimension.

Spannend kann es sein, das Spielfeld zu bedienen und die Wölfe zu beobachten und bewusst zu füttern und von da aus immer wieder zum Beobachter und zur Erkenntnis des großen Ganzen zu werden, die uns sowieso aufgenommen hat und uns heilen will und zu einem einmaligen Teil des großen Ganzen machen will.