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Achtsamkeit in Stade - Dr. Mechthild Hammacher - Stade

Konflikte und Lösungen

Konflikte lösen

Mechthild Hammacher 2017

Konflikte entstehen, wenn verschiedene Bedürfnisse, Interessen, Anschauungen, Weltbilder….. aufeinander treffen, die nicht selbstverständlich vereinbar sind. Konflikte sind die Ursache aller Kriege, der kleinen und der großen in der Welt - und in uns ! - und sie sind zugleich eine der großen Herausforderungen in unserem Leben, an der wir wirklich reifen und wachsen können. Man kann im Konflikt stecken bleiben, dann ist der Lebensfluss in dem entsprechenden Bereich blockiert; letztendlich rufen Konflikte nach Lösungen, damit der Lebensfluss weiter und gegebenenfalls mit einer Richtungsänderung fließen kann.

Kleine philosophische Betrachtung:

Konflikte sind einer der Manifesstationen unseres Daseins in der Polarität. Alles in der Welt existiert zwischen zwei Polen: Materie entsteht nur in der Spannung von plus und minus, Leben nur in der Spannung zwischen Geburt und Tod, Tag und Nacht, Zeit und Raum..., unser Dasein ist immer eine „Bewegung zwischen…..“ , das ist die ursprüngliche Weisheit der Demokratie.

Ein entsprechendes Spannungsfeld entsteht sehr deutlich in jedem Konflikt. Unsere tiefste Sehnsucht in unserer Existenz zwischen den Polen ist, den „Nullpunkt“ zu finden, das Auge des Taifuns, diesen Ort in uns und in der Welt, wo Ein-Klang und tiefer Friede ist. Das erscheint mir Auftrag des menschlichen Daseins: bewusst im Durchleben der Spannung zwischen den Polen, inmitten dieses Zwischenraums den tiefen Frieden immer wieder zu finden, so wie wir uns vorstellen und erhoffen, diesen Frieden jenseits dieser Existenz nach dem Tod zu finden.

Konflikte sind ein explizites Erfahrungsfeld auf der Suche nach dem Nullpunkt, dem Frieden, von dem auch Jesus gesprochen hat: „den Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch“.

Wie stellen wir Menschen es an, im Falle eines Konflikts nach dem Nullpunkt zu streben ?

Mir fallen drei verschiedene Ebenen ein, auf denen wir versuchen die Konfliktspannung zu lösen.

1. Die Alltagsebene, auf der die Überzeugung vorherrscht, nur eine der Konfliktparteien kann recht haben.

„Fundamentalismus"

Ausgehend von der Idee, es gibt eine und nur eine gültige Wahrheit werden die Parteien darum ringen, wer in Besitz der Wahrheit ist. Es muss ein Gewinner und ein Verlierer ausgemacht werden. Es geht um das Identifiziertsein mit einem der Pole. So entstehen Kriege !

Das Bewusstsein, auf welchem diese Grundanschauung basiert, sucht nach Autorität und einer Richtschnur, an die man sich halten kann; eigenes Denken und Entscheiden in der Vielfalt der Möglichkeiten, die menschliches Leben bietet, ist kaum möglich und wird als verunsichernd erlebt. Je starrer die Überzeugungen, je größer die Ausrichtung auf Autoritäten, umso ausgeklügeltere Regeln und Strafmaßnahmen wird das jeweilige Glaubenssystem aufweisen.

Tatsächlich gilt das auch für die Psychodynamik unserer inneren Konflikte: je starrer unsere normative, moralische Instanz, je unverrückbarer die Vorstellung, wie wir zu sein haben, ist, umso mehr werden wir kämpfen gegen vitale Bedürfnisse und Freuden und uns gegen uns selbst – meist unbewusst - ausgeklügelte Strafsysteme schaffen.

Wenn wir unser - dem Handeln vorausgehendes - Denken ehrlich betrachten, dann neigen wir alle dazu, uns unsere Wahrheiten zu schaffen, uns Konzepte vom „richtigen“ Leben immer wieder zu erstellen und uns an sie zu halten. Wir wollen es „richtig“ machen und aus Erfahrungen lernen, damit wir Schmerz möglichst vermeiden. Das scheint ein menschliches Bedürfnis zu sein, nicht im Chaos der unendlichen Möglichkeiten ( die sich in der Zeit, in der wir leben so unübersichtlich vielfältig zeigen wie nie zuvor ! ) verloren zu gehen, jeglichen Verletzungen möglichst auszuweichen; zugleich liegt ja in dieser Vielfalt der Möglichkeiten und auch in der Bereitschaft zum Risiko allein das Potential der ständigen Wandlung. Doch es fällt uns umso schwerer, sich dieser Vielfalt zu stellen, je ängstlicher wir dem Leben gegenüber sind und je gebundener wir uns mit unserem Lebensentwurf an den diesseitigen Erfolg fühlen – wir haben den Punkt der Wahrheit und Orientierung, der zu unserer Seelenwelt gehört, verloren oder noch nicht gefunden; der Wunsch, den richtigen Weg zum Erfolg zu wissen, es „richtig“ zu machen, ist nicht mehr den Religionen allein überlassen, sondern auch den Kräften unserer Zivilisation mit ihren Ideologien, Werten und Möglichkeiten.

In der Geschichte bis in die Gegenwart gibt es unzählige Beispiele von solchen Fundamentalismen, kaum haben wir den Fundamentalismus der katholischen Kirche überwunden, stellt sich noch viel härter und absoluter der Fundamentalismus muslimischer Abspaltungen uns in den Weg und konfrontiert uns mit mittelalterlich grausamen Bildern, die wir nicht mehr für möglich gehalten haben. Und zugleich hat unsere Zivilisation mit ihrer Anspruchs- und Bequemlichkeitsorientierung, mit ihrem Konsumismus einen heimlichen Fundamentalismus geschaffen, der eine Vielzahl psychischer Defekte verursacht hat und in fortgeschrittenem Stadium dabei ist, die Grundlagen unseres Daseins, unseren Planeten zu zerstören, weil wir im Westen zu allen Zeiten alle Früchte essen müssen, für fast kein Geld Mengen von Kleidern kaufen müssen und mit elektronischen Geräten ausgestattet sein müssen, deren Rohstoffe von Menschen in anderen Erdteilen für einen Hungerlohn und bei Ruinierung ihrer Gesundheit der Erde entrissen werden. Wir wollen „haben“, nicht verzichten zugunsten des Ganzen.

Es gibt kaum mehr Sinn in diesem Leben jenseits des Erreichens von materiellem Reichtum oder Ansehen, eine Würdigung des Planeten und der Schöpfung ist uns fremd geworden, sondern wir beuten aus zugunsten eines kurzfristigen Wohllebens. Dies bildet sich ab in diesem tragischen Flugzeugcrash in den französischen Alpen im März 2015: da sperrt der junge Pilot in seiner Verletzung, dass die Vorstellungen seines Lebens und seiner Liebe nicht umsetzbar waren ( das nennen wir eine Krankheit mit Namen Depression ), den Kollegen, der den Überblick über das Ganze hätte, aus der Führungskanzel aus, um die Kränkung und damit andere blühende Leben an der Felswand zu zerschmettern.

Hier wie in vielen anderen Beispielen wird deutlich, dass ego-orientiertes Haben-wollen und Leiden überhand genommen hat vor dem Wohl des Ganzen.

Interessant erscheint mir, dass Handeln nach der Grundannahme, es gibt nur eine Wahrheit, irgendwie verknüpft ist mit einer Lebensanschauung, die nur das Diesseitige, das materielle Prinzip, das „Haben“ im Blick hat und geistige Werte, das „geistig-seelische Sein“ unabhängig von unserem kleinen Leben ignoriert. Darüber kann auch die islamfundamentalistische Idee, dass die Belohnung des Selbstmord- attentäters im Paradies ( z. B. durch 16 gefügige Jungfrauen ) nicht hinweg täuschen : Morden geschieht, weil die Existenz der Andersgläubigen nicht in dieser Welt ertragen werden will, in dieser Welt soll die Illusion des paradiesischen Islamischen Weltstaates Wirklichkeit werden !

Zurück zum kleinen Alltag: Je mehr wir glauben, genau zu wissen, was richtig ist, umso mehr werden wir in Konflikte geraten, denn andere haben aus ihrer Geschichte und ihren Bedingtheiten eine andere Weltsicht: es gibt so viele erlebte Wahrheiten, wie es Menschen gibt. Wir sehen die Welt nicht so, wie sie ist, sondern wie wir sind.

Natürlich gibt es Grundwerte des Zusammenlebens, Eckpfeiler unseres Miteinanders, doch in diesem Rahmen, ist Raum für die große Freiheit der verschiedenen Wahrheiten. Ein selbstunsicherer Mensch, der um Orientierung ringt, kann von dieser Realität der Vielfalt wenig ertragen. ( Wir kennen alle diese mitgehörten Unterhaltungen der Nachbarn gespickt mit vielen Urteilen über andere und wir finden uns auch alle mal wieder in lustvollen Gesprächen über die Unzulänglichkeiten derer, die uns ärgern.)

Es liegt ein so großer Anreiz darin, es besser zu wissen, sich als Gewinner zu fühlen und zugleich ist dieses kurzfristige Wohlgefühl die Falle, von der der Unfrieden aus geht.

Was tun ?

Wenn wir um eine einzige Wahrheit kämpfen, bekommen wir Krieg und Zerstörung, wir können als Sieger oder als Verlierer hervorgehen – bis zum nächsten Krieg, der nicht lange auf sich warten lassen wird.. Wenn wir dieses nicht wollen, müssen wir einen anderen Weg suchen. Wir haben anzuerkennen, dass wir ganz schnell viele Konzepte machen, an denen wir unser Handeln orientieren und jeder produziert andere Schablonen. Entscheidend für das friedliche Miteinander ist, ob ich die Konzepte für wahr halte und mich mit ihnen voll und ganz identifiziere oder ob ich sie als meine kleinen Wegweiser betrachte, die ich nutze mit der Maßgabe, das ich sie verändern kann, wenn sie für mich und die Situation nicht mehr passen und dass Irrtümer nicht falsch sind,sondern Lebenserfahrung, die mich reifen lassen. Irrtümer als solche erkennen kann eine so befreiende und auch humoristische Erfahrung sein ! Dann gibt es keine Wahrheit mehr sondern ein stetiges Ringen um die beste Möglichkeit in Verbundenheit mit der Situation und meinen Mitmenschen. Sind wir überzeugt, wir haben die Wahrheit, sagen wir: ich ( allein ) sehe die Welt wie sie ist – und bin verzweifelt.

Wissen wir um die vielen Wahrheiten, sagen wir: ich sehe die Welt, wie ich bin – und bin gespannt.

 

2. Die psychologische Ebene:


Konflikte lösen sich durch gegenseitiges Verstehen Das Stichwort ist gefallen: der Ausgangspunkt ist die Betrachtungsweise: wie ich die Welt sehe, hängt weniger von den Fakten ab, sondern viel mehr wie ich die Dinge wahrnehme, wie ich sie bewerte, da hinein fließt alles was ich bin und geworden bin auf meinem Weg durchs Leben. Konflikte sind immer noch geschuldet der Unvereinbarkeit von Standpunkten, jedoch wird der Standpunkt nun als subjektives Erleben verstanden – das kann auch auf der kollektiven Ebene so gesehen werden, denn ein Staat, eine politische Gruppe hat eine Identität gebildet und sieht sich von anderen Gruppen bedroht in ihren Anschauungen und Interessen. Es geht um die Wahrnehmung beider Pole bei flexiblem Identifikationspotential. In den jeweiligen subjektiven Standpunkt fließen hinein die jeweiligen Ausgangsbedingungen, die allgemeine oder aktuelle Interessen- und Bedürfnislage und auch die Haltung, die ich aufgrund meiner Erfahrungen und/oder meiner Grundeinstellung zum Leben allgemein und zum Konfliktthema im besonderen entwickelt habe: wenn ich sehr durstig bin, werde ich um die einzige Wasserquelle anders streiten, als wenn ich nicht durstig bin; wenn ich ein großes Anliegen habe, werde ich gegenläufige Kräfte als bedrohlich empfinden, wenn ich das Bedürfnis habe, viel allein zu sein und mein Partner das Bedürfnis hat, alle Zeit mit mir zu verbringen….., wenn ich durch andere Ansichten meine Identität in Gefahr sehe, werde ich dieses als feindlich wahrnehmen…..

Hinzu kommt, dass mich das emotional aufheizt, was in mir einen Schattenaspekt etwa einen unerlösten Schmerz, eine noch nicht erkannte und akzeptierte Eigenheit... spiegelt und nach Wahrnehmung, Erkenntnis und Lösung schreit – deshalb letztendlich bin ich emotional so involviert.

Konflikte auf dieser Ebene nachhaltig zu lösen heißt:

1. anerkennen, dass der andere eine andere aus seiner Sicht berechtigte Wahrheit hat und ich bereit bin, diese zu respektieren als Wahrheit, die für ihn/sie gültig ist,

2. bereit sein, die Wahrheit des anderen bei einer Lösung zu berücksichtigen, sodass die Lösung nicht bedeutet ein < entweder – oder >, sondern ein < sowohl ( deine Seite ) – als auch ( meine Seite ) >.

Wir wollen wahrgenommen und in unserem Sosein geachtet und anerkannt werden, das ist ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen; wenn dies gegeben ist, wird der Konflikt zweitrangig und durch Austausch und Verhandlung wird eine Lösung möglich: dann geht es nicht mehr um einen richtigen oder falschen Standpunkt, sondern um die Anerkennung der jeweiligen Person in ihrem Sosein und um einen Weg, der durch die Vereinigung der Standorte und den Respekt voreinander für die Beteiligten quasi einen Qualitätssprung macht in etwas Neues. Zugleich bringt uns dieser Weg der Konfliktbewältigung in eine Verantwortlichkeit für unser Sein und Handeln – diese Aushandlung eines gemeinsamen Weges setzt voraus, dass wir unsere Position erkennen und aufrecht zu ihr stehen, von hier aus nur können wir in die Auseinander-Setzung, die Verhandlung, die Wandlung gehen, die allen Beteiligten einen Reifungsprozess ermöglicht.

Die Frage, warum wir wann mit wem in einen Konflikt geraten führt uns zur nächsten Ebene:

 

3. Die Ebene des Einheitsbewusstseins:

alles ist so wie es ist am richtigen Ort und miteinander verbunden – auch der Konflikt.

Auf dieser Ebene, die das Sein als verbundenes System betrachtet, welches immer im Wandel ist, kann es aufgrund der Verbundenheit nichts richtiges und falsches geben: jedes ist, wie es ist und jede Veränderung wirkt auf das gesamte Netz. Das haben wir in den letzten Jahrzehnten gelernt anhand der Natur, das gilt auch für das menschliche Miteinander. Es gibt einen Betrachtungsstandort, der den Polen übergeordnet ist. Auf dieser Ebene entsteht ein Konflikt, weil etwas nach Klärung ruft.

Im Sinne der persönlichen Reifung können wir sicher sein, da wo mich jemand sehr aufregt und verärgert, tut er das nicht, weil er ein so schlechter Mensch ist, sondern ich lasse mich ärgern, weil ein unbewusster Aspekt in mir durch sein Verhalten geweckt wird und mir zu schaffen macht: der möchte erlöst werden. So sind die, die uns am meisten ärgern unsere potentesten Lehrer, weil sie unsere Schatten ans Licht bringen

Konfliktlösung beginnt daher auf dieser Ebene bei uns selbst, bei der tiefen Erkundung des“Schmerzpunktes“, der getroffen wurde durch den Konflikt. Es ist das Aufdecken eines Schattens oder einer Verstrickung, es ist der Schrei nach dem „Nullpunkt“.

Der englische Psychotherapeut Colin C.TIPPING hat das Konzept der „radikalen Vergebung“ erarbeitet und hat dabei erkannt, dass wir unbewusst das Leiden, was uns zugefügt wird und was wir uns selbst zufügen ( äußere Konflikte, innere Konflikte ), suchen, um ein altes behinderndes Konzept, etw adas von unserer Unzulänglichkei

oder das von unserer "Heiligkeit"... zu erlösen – dazu muss es aufleben und aus agiert werden mit Personen, die sich quasi zur Verfügung stellen und genau passen, um jeweils ihren Schatten zu erlösen: wenn etwa eine Frau unter ihrem untreuen Mann leidet, kann es sein, dass sie sich als Frau unzulänglich fühlt und so ein treuer Mann gar nicht in ihr unbewusstes Selbstbild passen würde, der untreue Mann hingegen agiert seine Angst vor Verantwortung aus und muss vielleicht erschrocken feststellen, wie viel Schmerz er verursacht und, wenn er verlassen wird, die Bindungsschwäche schmerzt und nach Heilung ruft.

Mit dieser Verbindung unserer emotionalen Betroffenheit durch den Konflikt und dem Erkennen unseres Schmerzpunktes unter der Bedingung des gegenseitigen Respekts der Parteien kann eine radikale Vergebung und die Findung nachhaltiger neuer Wege der Parteien miteinander und in rechtem Abstand und Respekt füreinander gelingen. Von hier aus gehen wir quasi zurück zur Alltagsrealität: mit einem umfassend liebevollen Grundverständnis lösen wir im gegenseitigen Verstehen unsere emotionalen Ladungen und verabschieden uns von unseren niederen Bedürfnissen, den Schuldigen ausmachen zu wollen und selbst ganz rein da zu stehen…… es ist wie es ist und so wie es gerade ist, hat es für diesen Augenblick Vollkommenheit, um sich gleich weiter zu wandeln; die Richtungsimpulse geben wir – wir haben es in der Hand, welches Energieniveau wir wählen.

Dieser stetig stattfindende Wandlungsprozess ist eingebettet in das Bewusstsein der Einheit allen Seins, in das Bewusstsein, dass es nicht ein richtig oder falsch gibt, sondern dass ein jeder ein Knotenpunkt im Netz des Seins ist, der sich und dem Ganzen dient, wenn er seinen Platz immer weiter klärt und sorgt für das Wohlergehen des eigenen Seins in Verbindung mit dem großen Ganzen.

Es ist ein Tanz und der Konflikt entsteht, wo die Schrittfolge nicht mehr aufeinander abgestimmt ist und neu entwickelt werden muss und darf…….hinein in eine endlose kreative Bewegtheit um den „Nullpunkt“.

Nachgedanken:

Nun hab ich so viele Worte gebraucht für die erste, uns so vertraute und doch so Kraft zehrende und folgenträchtige Form der Konfliktlösung, die unser Leben so kompliziert und oft kaum erträglich macht, und wo viel weniger Worte für die zweite, die den Konflikt erkennen und bewältigen will und auch für die dritte Form. Diese weist eine Besonderheit auf: wir sehnen uns zutiefst nach ihr unser Egobewusstsein jedoch meidet sie, weil sie nichts her gibt für unsere Selbsterhöhung. Diese ganzheitliche Schau ist so schlicht: alles ist an seinem Platz, nichts ist falsch, alles ist mit allem verbunden und der nächste Wandlungsschritt - kreisend um den Nullpunkt -  wartet schon.

So sind wir unmerklich von der Sphäre der Macht und Abgrenzung in die Sphäre der Einheit allen Seins und der Liebe gewandert.

 

Parabel von den Wölfen in uns:

Ein indianischer Großvater sprach mit seinem Enkel über Gewalt und Grausamkeit in der Welt und die Gründe für ihre Entstehung. Er sagte, es sei als würden zwei Wölfe in unserem Herzen miteinander kämpfen. Ein Wolf sei rachsüchtig und wütend, der andere verständnisvoll und freundlich. Als der Enkel den Großvater fragt, welcher Wolf den Kampf in unserem Herzen gewinnen würde, antwortet er: der, den wir füttern.